SHK-Ausbildung weiter im Aufwind
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Die Zahl der Neuverträge bei den SHK-Anlagenmechanikern steigt weiter. Bereits zum 30. September 2026 lag der aktuelle Stand deutlich über dem Vorjahresniveau — und sogar über dem Gesamtwert des Jahres 2025.
Zum Stichtag 30. September 2026 wurden im Ausbildungsberuf Anlagenmechanikerin bzw. Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik 2.075 neue Ausbildungsverträge registriert. Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres waren es 1.862 Neuverträge. Das entspricht einem Zuwachs von rund elf Prozent.
Auch der Vergleich mit dem endgültigen Jahreswert 2025 fällt positiv aus: Zum 31. Dezember 2025 waren 1.922 neue Ausbildungsverträge verzeichnet worden. Der aktuelle Stand Ende September 2026 liegt damit bereits rund acht Prozent über dem Gesamtwert des Vorjahres.
Die aktuelle Umfrage des Fachverbands SHK Baden-Württemberg zur wirtschaftlichen Situation seiner Mitgliedsbetriebe (WiSit) zeigt zugleich, dass weiterhin Ausbildungsplätze offen sind: Gut ein Drittel der teilnehmenden Betriebe gab an, noch unbesetzte Lehrstellen zu haben. Damit können bis zum Jahresende noch weitere Ausbildungsverträge hinzukommen.
Wandel in der Berufswahl durch KI
Die Entwicklung fällt in eine Phase, in der sich die Berufswahl junger Menschen spürbar verändert. Die öffentliche Berichterstattung zeigt, dass wirtschaftliche Unsicherheiten in Teilen der Industrie und die Diskussion über Künstliche Intelligenz die Wahrnehmung beruflicher Perspektiven beeinflussen. So erklärte Handwerkspräsident Jörg Dittrich: „Junge Menschen erkennen, dass das Handwerk eine echte Alternative bietet, wenn sie einen sicheren Job haben wollen.”
Für das SHK-Handwerk ist diese Einordnung besonders relevant. Viele Tätigkeiten im SHK-Bereich sind unmittelbar an Gebäude, Anlagen und Kundensituationen vor Ort gebunden. Heizungsanlagen müssen eingebaut, eingestellt und gewartet werden; Wärmepumpen brauchen eine fachgerechte Planung und Inbetriebnahme; Trinkwasserinstallationen, Badmodernisierungen, Lüftungstechnik oder Kundendienst lassen sich nicht allein digital erledigen.
Gleichzeitig verändert Digitalisierung auch die Arbeit in den Betrieben. Digitale Werkzeuge und KI-Anwendungen können etwa bei Dokumentation, Berechnung, Fehlerdiagnose, Planung, Angebotserstellung oder Serviceprozessen unterstützen. Die Ausführung, Bewertung und Verantwortung im konkreten Gebäude bleiben jedoch Aufgaben qualifizierter Fachkräfte. Gerade diese Verbindung aus moderner Technik und praktischer Umsetzung kann für junge Menschen ein nachvollziehbarer Faktor bei der Berufswahl sein.
Neben dem Ausbildungsberuf Anlagenmechaniker SHK entwickeln sich andere SHK-Berufe positiv. Das Klempnerhandwerk verzeichnet nach den vorliegenden Informationen ein deutliches Wachstum von 89 auf 102 Azubis (+14,6%). Einen leichten Zuwachs von 15 auf 17 Neuverträgen gibt es auch bei den Ofen- und Luftheizungsbauern. Mit 15 neuen Azubis bleiben nur die Behälter- und Apparatebauer hinter dem Vorjahr zurück, was jedoch auf strukturelle Schwankungen zurückzuführen ist.

