„Ins Machen kommen!“ – SHK-Branche diskutiert in Berlin die Wärmewende
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Unter dem Leitthema „Ins Machen kommen!” brachte die #CONNECTINGHEAT 2026 – Deutsche Wärmekonferenz am 14. und 15. Oktober in Berlin zentrale Akteure aus Politik, Heizungsindustrie, SHK-Fachhandwerk, Energiewirtschaft und Wissenschaft zusammen. Organisiert wurde Sie vom Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) zusammen mit den Partnern Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), der Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie (VdZ) und dem GVOB – GesamtVerband OfenBau, richtete nach zwei Jahren des Marktrückgangs den Blick entschlossen nach vorn.
SHK-Fachhandwerk bringt Praxisperspektive ein
ZVSHK-Präsident Michael Hilpert, der die Konferenz gemeinsam mit BDH-Präsident Jan Brockmann eröffnete, unterstrich die Bedeutung des direkten Austauschs: „Wir bringen die Sicht der Betriebe ein. Denn im Heizungskeller zeigt sich, ob Förderung verständlich ist, Technik zusammenpasst und Kunden tatsächlich investieren. Darüber müssen wir miteinander reden – und dann handeln.”
Das Programm umfasste Panels und Sessions zu aktuellen Fragen des Wärmemarkts. Erstmals fand am 14. Oktober ein begleitender Fachkongress statt, der Planer, Architekten, Fachhandwerker und Energieberater über technische Trends und Entwicklungen informierte. Das Networking-Event „WARM-UP” bot am Abend Gelegenheit zum persönlichen Austausch.
Themen aus der SHK-Praxis
ZVSHK-Vertreter brachten die betriebliche Praxis ins Programm: Marco Hanke referierte über die neue BEG-Förderung und deren Praxistauglichkeit, während Dr. Matthias Wagnitz zusammen mit Projektpartnern die Ergebnisse von WESPE zur vereinfachten Installation von Wärmepumpen präsentierte. Das Projekt setzt auf standardisierte Prozesse, digitale Werkzeuge und optimierte Schnittstellen zwischen Handwerk, Großhandel und Industrie.
Ein besonderes Augenmerk lag auf dem Thema Kühlung, das Vizepräsident Frank Senger thematisierte. Er stellte klar, dass aufgrund zunehmender Hitzewellen energieeffizientes Kühlen zu einer Frage von Gesundheit, Resilienz und Lebensqualität werde.
Auch FV-Vorsitzender Stefan Menrath war als Panelteilnehmer vertreten. Er diskutierte im Panel „Der vergessene Investor – Warum die Wärmewende in den Kommunen geplant, aber in den Wohnzimmern entschieden wird”. Seine Botschaft war klar: Eine erfolgreiche Wärmewende brauche neben kommunalen Plänen auch bezahlbare Lösungen, verlässliche Rahmenbedingungen und Vertrauen in die Umsetzung. Als Handwerker erlebe man unmittelbar, welche Fragen Eigentümerinnen und Eigentümer bewegen und was sie brauchen, um eine Investitionsentscheidung zu treffen.
Aus Sicht des SHK-Fachhandwerks wurde deutlich: Die Wärmewende entscheidet sich nicht allein in politischen Programmen oder kommunalen Konzepten, sondern in der konkreten Umsetzung vor Ort. Dafür braucht es verständliche Förderung, verlässliche Rahmenbedingungen, verfügbare Technik und Betriebe, die Planung und Umsetzung beim Kunden zusammenbringen.

